Das menschliche Gehirn ist in der Lage, während eines Gesprächs wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen und nur die wichtigen zu speichern oder weiter zu verarbeiten.

Die Transkription hat einen anderen Anspruch: Es geht um die möglichst exakte Niederschrift des Gesagten, wobei keine Informationen verloren gehen dürfen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie aus unstrukturiert aufgezeichneten transkribierten Informationen eine Wissensbasis entsteht und wie du diese effizient zu wissenschaftlichen Texten weiterverarbeiten kannst.

Transkriptionen in der Wissenschaft

Die wissenschaftliche Arbeit wird unter Anderem in den folgenden Szenarien durch Transkription unterstützt.

  • Interviews in qualitativen Studien
  • Eigene Sprachaufzeichnungen während eines Experiments
  • Mitschnitte von Vorträgen, Seminaren, Vorlesungen, Konferenzen, etc. 

Das entstehende Textmaterial durch die Transkription ist allerdings recht schwierig zu konsumieren, da gesprochene Sätze die beinhaltenden Informationen anders transportieren als ein Text, der zum Lesen geschrieben wurde. 

Zudem ist die Kennzeichnung von fremdem Gedankengut ein wichtiger Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens, der bei der Weiterverarbeitung von transkribierten Texten eine bedeutende Rolle spielt. Wird eine Aussage als Zitat der sprechenden Person gewertet oder wird gerade eine fremde Quelle zitiert? Die Kennzeichnung von Quellen ist in der Schriftform mit unterschiedlichen Zitierstilen und -formen eindeutig geregelt. In Audioaufzeichnungen oder der natürlichen Sprache ist dies nicht der Fall. Sobald du transkribierte Informationen als Notiz nun wissenschaftlich nutzt, musst du besonders darauf achten, die Herkunft dieser Information korrekt mit anzugeben. Die anzugebende Quelle kann nun entweder die Aufzeichnung selber sein, oder sie muss aus dem Kontext oder den gegebenen Informationen extrahiert werden. Ein solides Referenzmanagement ist demnach für die Weiterverarbeitung von Transkriptionen im wissenschaftlichen Kontext zwingend notwendig.

Extraktion von Themenbereichen und Informationen & Wissensverwaltung

Aufzeichnungen und transkribierte Texte beinhalten viele Informationen und haben einen aufeinanderfolgenden Informationsfluss. Je nach Aufzeichnung können die Informationen in einer vorher durchdachten Reihenfolge (z.B. Vortrag) vorliegen und chronologisch verarbeitet werden, oder in einer eher zufälligen, ungeordneten Reihenfolge aufgezeichnet worden sein (z.B. Interview). In beiden Fällen ist es wichtig, die einzelnen Informationen und Themen zu extrahieren und entsprechend zu separieren. Hier bietet sich ein Notizen-Management System an, welches in der Lage ist Notizen zu verknüpfen und Quellenangaben mit zu hinterlegen. Ebenso solltest du die Notizen mit Schlagwörtern und Titeln zu versehen um sie besser wiederzufinden. 

Lesetipp: Lerne hier, wie du wissenschaftlich Notizen richtig verwalten -Die Magie des Zettelkastens

Grafik: Transformation von Informationseinheiten in (un)strukturierter Aufzeichnungen zu Notizen


 

Inhalte neu strukturieren

Sobald du alle Informationen einer Transkription entsprechend in Notizen mit Zusatzinformationen umgewandelt haben, kannst du diese in deiner weiteren wissenschaftlichen Arbeit beliebig nutzen. Die Nutzung ist an dieser Stelle nicht mehr auf das aktuelle Projekt beschränkt und kann auch in zukünftigen Arbeiten wiederverwendet werden. Die Verknüpfung und Verschlagwortung hilft, Inhalte zu finden und auch in anderen Zusammenhängen zu nutzen.

Gerade bei der Aufarbeitung von Interviews oder langen Vorträgen werden in der Regel nur einzelne Informationen genutzt und als Ergebnis, zusammen mit vielen anderen Inhalten, in den finalen Dokumenten und Publikationen übernommen.

Grafik: Umstrukturierung der Notizen in inhaltlich neuem Kontext des eigenen Projekts

Unterstützung durch Software

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Wege, den oben genannten Prozess in Software abzubilden. Zum einen kannst du verschiedene allgemeinere Software kombinieren und zum anderen spezialisierte Software nutzen.

Beispiel für die wissenschaftliche Arbeit mit wenig integrierter Software:

Arbeitsbereich

Software

Transkription

Amberscript

Notizen Management

Evernote

Literaturverwaltung

Zotero

Weiterverarbeiten / Schreiben

Microsoft Word

Alternativ kannst du mit Auratikum den kompletten Verarbeitungsprozess vornehmen:

Arbeitsbereich

Software

Transkription

Amberscript

Literaturverwaltung / Notizen / Weiterverarbeitung

Auratikum

Fazit

Das bloße Abspeichern von transkribierten Texten ist gerade im wissenschaftlichen Bereich unvorteilhaft, da die Inhalte wenig strukturiert sind und es keine automatisierte Quellenzuordnung gibt. Die Weiterverarbeitung vor der Nutzung der Inhalte ist also zwingend notwendig, da sonst der Anspruch an wissenschaftliche Texte nicht erfüllt werden kann.

Mit Auratikum gibt es ein Werkzeug, die Verarbeitungsschritte effizient und nachvollziehbar umzusetzen. Dabei unterstützt dich das Programm auch bei allen weiteren Aufgaben im wissenschaftlichen Arbeitsprozess. Probier es direkt einmal aus!